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Ferienimmobilien auf Rügen und Usedom

Quelle: Welt-Online, 01.08.2010

Die Ostseeinseln Rügen und Usedom stechen die Konkurrenz an der Lübecker Bucht aus...

Laut einem bericht der Welt-Online zieht es auch immer mehr Schweizer an die deutsche Ostseeküste. Erste Wahl hier - die Insel Usedom, welche geprägt ist durch breite Sandstrände und Baustil-Mix aus Neobarock, Klassizismus und Jugendstil mit seinen Türmchen, Erkern und Säulen - der sogenannten Bäderarchitektur.
Rund 35 Prozent der ausländischen Gäste kamen laut örtlichem Tourismusverband aus der Schweiz. In diesem Sommer sollen es auch dank der direkten Flugverbindung von Zürich nach Heringsdorf nicht weniger werden.
Und auch die Insel Rügen ist begehrt.

Das interesse spiegelt sich auch bei der Immobiliennachfrage wieder. Gekauft wurde und wird (fast) alles, was der Markt hergibt, nicht mehr so gefragt sind allerdings die kleinen Wohnungen, die gebaut oder restauriert wurden, als es noch bauliche Sonderförderungen gab. Interesse besteht an größeren Wohnungen mit mindestens zwei Schlafmöglichkeiten - und modern müssen sie sein.

Ein aktuelles Bauprojekt auf Rügen: Auf einem 85.000 Quadratmeter großen Seegrundstück entstehen unter anderem 80 komfortable Eigentumswohnungen im Landhausstil sowie 19 neue Villen. Zwischen 300.000 und 600.000 Euro kostet allein das Bauland, in der Spitze 176 Euro je Quadratmeter. Die Wohnungen sollen zwischen 189 000 und 284 000 Euro an den Anleger gebracht werden. Das sind noch fast moderate Preise von 3000 bis 4000 Euro je Quadratmeter.

In Toplagen wie etwa in Binz können moderne Eigentumswohnungen auch bis zu 10.000 Euro den Quadratmeter kosten. Der gehobene Mittelstand kauft hier, um sein Geld sicher anzulegen. Vermietet wird auch nur, wenn der Preis stimmt. Ansonsten eben nicht. Die Gefahr, nicht zu vermieten, scheint aber gerade auf den Ostsee-Inseln gering zu sein: Mit einer Vermietungsdauer von 24 Wochen jährlich werden sie sogar zwei Wochen länger fremd genutzt als andere Ferienimmobilien im In- und Ausland.

Durchschnittlich zwischen 700 und 1400 Euro Miete pro Woche kostet eine Ferienwohnung in Bestlage auf Usedom in der Hauptsaison. Für viele Kaufinteressenten stünden jedoch die Nebeneinkünfte nicht im Vordergrund, laut Engel-&-Völkers-Büro in Heringsdorf ist es so, daß Kunden, jetzt kaufen und zwischenzeitlich auch vermieten wollen. Aber nur zur Überbrückung, bis sie selbst ganz auf die Insel ziehen...

Für gut saniertes oder modernisiertes Eigentum müssen Kapitalanleger auch auf usedom aber schon einigermaßen tief in die Tasche greifen: Der Quadratmeter kostet zwischen 4500 und 6000 Euro in den drei Kaiserbädern, und selbst in der zweiten Reihe muss noch mit 2500 bis 4500 Euro gerechnet werden.

Aber auch die Seebäder entlang der Ostsee sind als Immobilienstandorte äußerst gefragt - und die Preise haben auch dort schon mächtig angezogen. Von Warnemünde über Graal-Müritz bis nach Fischland/Darß haben Ferienapartments und Eigentumswohnungen erstmals in den Jahren 2007/2008 das Preisniveau der führenden Ostseebäder Schleswig-Holsteins erreicht - und leicht überschritten, ermittelte der Immobilienverband (IVD) Nord kürzlich. In dieser Region erzielen Häuser im mittleren Bereich laut IVD rund 335.000 Euro, in der Lübecker Bucht liegen die äquivalenten Objekte bei nur 320.000 Euro.

Der Immobilienmarkt Fischland/Darß/Zingst gilt inzwischen als Zweitwohnsitzmarkt. Die Nachfrage ist grundsätzlich höher als das Angebot, was die Preise zusätzlich treibt. "Oft spielen Objektgröße und -zustand nur noch eine untergeordnete Rolle", heißt es im Engel-&-Völkers-Büro auf dem Darß. Zwischen 10 und 20 Jahre alte Bestandsobjekte zur Ostseeseite kosten zwischen 2300 und 3500 Euro den Quadratmeter, gute Lagen zur Boddenseite auch noch 1500 bis 2400 Euro. Eigenheime kommen auf bis zu 600.000 in Bestlagen, in guten Lagen liegt der Ausgangspreis bei 200.000 Euro.

Die höchsten Preise an der gesamten Ostseeküste von Mecklenburg-Vorpommern werden aber in Warnemünde gezahlt. Nach Angaben des IVD sind 750.000 Euro für eine Ferienvilla und 4000 bis 4500 Euro je Quadratmeter für eine Eigentumswohnung längst keine Seltenheit mehr.

 

 

 

 

   
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